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Mit dem Zinsanstieg der letzten Monate ergeben sich neue Chancen und Herausforderungen: Kunden beginnen nach Jahren der Null- oder gar Negativverzinsung nach Guthabenzinsen zu fragen. Insbesondere bei grösseren Beträgen stellt sich die Frage eines Abzugs, sollte keine interessante Verzinsung ermöglicht werden. Das traditionelle Sparbuch erscheint dem nicht gerecht zu werden und Festgelder sind häufig bürokratisch schwerfällig, müssen sie doch regelmässig prolongiert werden.

Aus dem Grund erscheint als Geldmarktprodukt ein Call-Geld interessant. Vor Verfügbarkeit muss der Kunde kündigen und bekommt dann nach einer definierten Kündigungsfrist den Betrag auf das Kontokorrentkonto gutgeschrieben. Herkömmliche Call-Gelder - wie sie auch am Interbankenmarkt etabliert sind - gehen hierbei von einer 2-Tages-Frist aus. Eine sowohl für Banken wie auch Kunden interessantere Variante ist daher das Call-Geld-31 oder -32, d.h. die Kündigungsfrist beträgt 31 oder 32 Tage; die Verzinsung ist ebenfalls geldmarktnah, aufgrund der Zinskurve in der Regel etwas besser als das Call-Geld-2.

Die Vorteile des Kunden ist die Verzinsung und doch die relativ kurzfristige Verfügbarkeit. Der Vorteil der Bank ist ebenfalls vielfältig: Planungssicherheit in der Liquiditätssteuerung und zusätzlich der Vorteil, wonach kein Cash-Outflow beim LCR zu beachten ist - der Planungshorizont liegt oberhalb des Zeithorizonts von 30 Tagen. Unterstellt man auch hier die Trägheit des Kunden in einem solchen Produkt, so lässt sich zudem ein Bodensatz etablieren, der in der Gesamtbanksteuerung entsprechend einfach modelliert werden kann und damit sowohl die Zins- wie auch die Liquiditätsbindung zumeist verbessert.

Die Herausforderung besteht dabei einerseits darin, die richtigen Kunden anzusprechen, andererseits die Produktzinsstrategie sinnvoll zu etablieren, um Alternativprodukte wie Festgelder nicht zu kanabilisieren. Die Aspekte sollten im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie stehen, Hedging-Möglichkeiten berücksichtigen und abwicklungstechnische Prozesse beachten.

Wir haben die Produktausgestaltung, Zielgruppen, die systematische Konditionierung sowie die Disposition in der Gesamtbanksteuerung (Transferpreise, Zins- und Liquditätssteuerung) bereits bei Banken erfolgreich eingeführt - stets mit sehr positiver Resonanz bei den Kunden wie auch der Bank. Sprechen Sie uns an - gerne diskutieren wir mit Ihnen unverbindlich unsere Erfahrungen und in wiefern ein solches Produkt auch für Ihr Haus interessant sein könnte.


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